20.01.19 14 Uhr Vortrag Moorkolonisation

Wegen großer Nachfrage zwei Durchläufe des Vortrages – um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr. Dank der Unterstützung des Landkreises jetzt weitere Plätze frei, Veranstaltung findet im großen Sitzungssaal im Kreishaus Bremervörde statt.

Wegen der großen Nachfrage im November 2018 hält Dr. Horst Rößler erneut seinen Vortrag mit dem Titel: „Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not… Moorkolonisation im Elbe-Weser-Dreieck (1750-1880)“. Da das Interesse sehr groß ist, unterstützt der Landkreis Rotenburg (Wümme) uns, indem er den großen Sitzungssaal im Kreishaus für die Veranstaltungen zur Verfügung stellt. Damit sind für beide Termine wieder Plätze frei, wir empfehlen wegen des großen Zuspruchs jedoch weiterhin eine Anmeldung im Museum oder unter der Telefonnummer 04761-983 4603. Unsere Ausstellung öffnen wir an diesem Tag ausnahmsweise von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

In dem Vortrag beschäftigt sich der Bremer Historiker, der regelmäßig in den Archiven des Elbe-Weser-Dreiecks forscht, mit dem Prozess der Kolonisation, sowie mit der Herkunft und den Lebensbedingungen der Menschen, die in den Mooren der heutigen Landkreise Rotenburg (Wümme) und Osterholz eine neue Heimat fanden. Die Kolonisation der Moore, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts begann, hat das Elbe-Weser-Dreieck bis heute nachhaltig geprägt. „Die Urbarmachung und Besiedlung der in den Hamme-Oste Niederungen des Elbe-Weser-Raums liegenden großen Moorgebiete war staatlich organisiert und dirigiert. Es war ein über Generationen hinweg laufender und durchaus mühseliger Prozess“, betont Dr. Rößler. Mit der Gründung von über 70 neuen Dörfern und mehreren Tausend Bauernstellen auf dem Gebiet der alten Ämter Lilienthal und Osterholz, Ottersberg und Bremervörde sieht er aus heutiger Sicht in der Moorkolonisation dennoch eine Erfolgsgeschichte.

Diese ist eng verbunden mit dem Namen Jürgen Christian Findorff, der bereits zu Lebzeiten als „Vater aller Moorbauern“ bezeichnet wurde. Seine Rolle wird ebenfalls kurz beleuchtet. Darüber hinaus beschäftigt sich Dr. Rößler in seinem Vortrag mit den Ideen und Zielen, die hinter dieser kurhannoverschen Moorkolonisation standen und wirft einen Blick auf die Phasen, in denen sie sich vollzog. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Leben in den neuen Siedlungen. Wie stellte sich die Struktur der neu gegründeten Dörfer dar und welche Bedeutung hatten Landwirtschaft einerseits und Torfabbau sowie Torfhandel andererseits? Dr. Rößler berichtet außerdem über seine Erkenntnisse zu den Siedlern, die in das Moor zogen: Aus welchen Gegenden und gesellschaftlichen Schichten stammten sie? Wie waren die Lebensbedingungen der Moorbauern in den staatlichen Moorkolonien, aber auch in den ‚wilden‘ Ansiedlungen, die in dieser Zeit ebenfalls entstanden?

Mit seinem Vortrag gibt Herr Dr. Rößler einen umfassenden Einblick in dieses zentrale Thema der Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts im Elbe-Weser-Raum. Im November 2018 war der Vortragsabend restlos ausverkauft und viele Interessierte fanden keinen Platz mehr. „Ich freue mich deshalb sehr, dass Dr. Rößler zwei Wiederholungen zugestimmt hat und danke dem Landkreis Rotenburg (Wümme) für seine schnelle Unterstützung nach den vielen Anfragen“, erklärt Museumsleiterin Ellen Horstrup. „So erhalten alle interessierten Besucher am 20. Januar die Gelegenheit, diesen interessanten und reich bebilderten Vortrag zu hören“.

Der Vortrag findet am Sonntag, den 20. Januar 2019 um 14:00 Uhr und um 16:00 Uhr im Kreishaus des Landkreises Rotenburg (Wümme) statt, Amtsallee 7, 27432 Bremervörde. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen, Tel.: 04761-983 4603. Die Karten können am Sonntag vor der Veranstaltung für 5,00 € an der Kasse des Bachmann-Museums Bremervörde gekauft werden und gelten auch für den Besuch der Ausstellung an diesem Tag.