Aktuelles

Zeugen für den Wandel der Landwirtschaft im Bachmann-Museum Bremervörde

img_4041-kopie
Philipp Kirf, Tanja Gissel und Ulrike Tänzer bei der Arbeit mit den landwirtschaftlichen Großgeräten im Museumsdepot.

Insgesamt etwa 250 landwirtschaftliche Großgeräte aus der Zeit von 1850 bis 1960 schlummern in den Depots des Bachmann-Museums Bremervörde. Viele von ihnen sind bereits von August Bachmann für seine Sammlung angeschafft worden und noch nie der Öffentlichkeit gezeigt worden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes haben sich drei Wissenschaftler in den vergangenen Monaten intensiv mit diesen Objekten beschäftigt. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch die Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde und den Landschaftsverband Stade mit Mitteln des Landes Niedersachsen.

„Obwohl die Gruppe der landwirtschaftlichen Großgeräte im Vergleich zu anderen Sammlungen des Bachmann-Museums zahlenmäßig eher klein ist, gehören doch die größten Einzelobjekte des Museums alle in diesen Bereich. Daher mussten unsere Wissenschaftler Tanja Gissel, Ulrike Tänzer und Philipp Kirf die Objekte vor Ort in den Museumsdepots bearbeiten“, beschreibt die Museumswissenschaftlerin Meike Mittmann die Herausforderungen des Projektes. Aber die Arbeit hat sich gelohnt. Die Experten machten viele für die  Wirtschaftsgeschichte des Landkreises interessante Entdeckungen, sichteten zum Beispiel die Herstellerangaben und andere Informationen auf den landwirtschaftlichen Großgeräten. Sie stellten fest, dass viele dieser Maschinen über einen langen Zeitraum verwendet worden sind. In dieser Zeit wurden sie oft umgebaut und ergänzt, um sie den neuen technischen Möglichkeiten, zum Beispiel neuen Antriebsarten,  anzupassen. Alle Informationen und eine genaue Beschreibung jedes einzelnen Objektes wurden in der Museumsdatenbank kuniweb gespeichert. Sie stehen in Zukunft für wissenschaftliche Forschungen zur Verfügung.

Beim Abschluss des Projektes im November 2016 waren sich die Forscher einig: für das Museum sind die landwirtschaftlichen Geräte wertvolle Zeugen, die sehr anschaulich die immer stärker voranschreitende Mechanisierung in der Landwirtschaft im Elbe-Weser-Dreieck ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verdeutlichen.

Auch bei der Frage nach einem besonderen „Sahnestück“ in der Sammlung sind sich die Experten einig: es handelt sich um eine große fahrbare Kartoffeldämpfanlage vom Typ „Ammerland I“ mit der dazugehörigen Kartoffelwäsche. Bis 1945 war sie in Volkmarst in Betrieb, um Kartoffeln für die Schweinemast zu dämpfen. Die Volkmarster Bauern hatten eigens eine Genossenschaft gegründet, um diese große Dämpfanlage erwerben zu können. Dem Engagement von Frau Dr. Elfriede Bachmann ist es zu verdanken, dass der Landkreis Rotenburg (Wümme) zur Unterbringung der  Maschine eine Scheune errichtete, die das Bachmann-Museum bis heute als Museumsdepot nutzt.

Und wie geht es nun weiter mit dieser Sammlung? „Die Stiftung Bachmann-Museum hat vor zwei Jahren beschlossen, dass wir zunächst keine weiteren landwirtschaftlichen Geräte in die Sammlung aufnehmen, denn uns fehlt einfach der Platz dafür. Wir werden uns zunächst weiter um die Objekte kümmern, die wir haben und den Fragen nachgehen, auf die unsere Wissenschaftler gestoßen sind“, erklärt Museumsleiterin Ellen Horstrup.  Und vielleicht findet ja das ein oder andere Objekt seinen Platz in der neuen Dauerausstellung des Bachmann-Museums.

——————————————————————————————————————————————-

pm_steinzeitlager-kopie-2Teilzeit / Steinzeit – Schüler gestalten das Museums-programm mit

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Pilotprojekt von Bachmann-Museum Bremervörde und der Schule Geestequelle in Oerel

Das Bachmann-Museum Bremervörde hat in diesem Jahr eine Kooperation zum Thema Mittelsteinzeit mit der Schule Geestequelle in Oerel aufgebaut. Einige Schülerinnen und Schüler präsentierten am Dienstag im Museum die Ergebnisse des Pilotprojektes.

Gemeinsam mit der Schule Geestequelle, den Niedersächsischen Landesforsten und der Natur- und Erlebnispark Bremervörde GmbH ist die Arbeitsgruppe „Museum“ für höhere Schulklassen entwickelt worden. Unter dem Titel „Teilzeit / Steinzeit – Wir gestalten das Museumsprogramm mit“ bietet sie den Teilnehmern die Möglichkeit, sich aktiv in der Vermittlungsarbeit des Museums zu engagieren. Nebenbei erhalten sie durch die Projektpartner einen Einblick in verschiedene Berufsbereiche. Unterstützt wird die Kooperation durch die pixel-kraft GmbH – einem Büro für Werbestrategie und Mediendesign und dem Bremervörder City-und Stadtmarketing Verein e.V.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative „Museobilbox – Museum zum Selbermachen“ gefördert. Darum stehen nun neun bunte Boxen im Museum. Sie zeigen mit Fotos, Videosequenzen und Requisiten, was die Teilnehmer in den vergangenen Monaten zum Thema Mittelsteinzeit gelernt haben, und wie sie sich dazu ein Programm für höhere Schulklassen vorstellen. Denn 2015 hat das Museum drei Programme im Steinzeitlager zum Leben in der Mittelsteinzeit entwickelt. Sie hatten in diesem Jahr großen Erfolg und wurden oft von Schulklassen gebucht, meistens von den Jahrgängen 1-6. Nun werden die Programme für höhere Klassen weiterentwickelt. Für das Museum ist es dabei selbstverständlich, von Anfang an die Ideen der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen. Die 15jährige Alyssa aus der Arbeitsgruppe betont: „Ein Frühstück ist ganz wichtig! Dann hat die Klasse bessere Laune und passt mehr auf. Und im Steinzeitlager könnten sie es selbst zubereiten.“ Abgesehen vom leiblichen Wohl stehen Gruppenarbeiten, Anschauungsmaterial und Experimentieren ganz oben auf der Wunschliste.

Neben der Mitarbeit der Arbeitsgruppen-Teilnehmer hat das Projekt für Museumspädagogin Katja Tiltmann noch einen zweiten wichtigen Effekt: „Bei den meisten Projekten arbeiten wir mit ein oder zwei Kooperationspartnern zusammen. In diesem Fall haben sich sieben Institutionen miteinander vernetzt und zusammengearbeitet. Das hat sehr gut funktioniert und von allen Seiten wird auch eine zukünftige Zusammenarbeit gewünscht, ein tolles Ergebnis!“ Die Kooperationspartner arbeiten bereits an den Plänen für die nächste Arbeitsgruppe, um Schülern auch in Zukunft einen Einblick in die Arbeit der kulturellen und kreativen Institutionen in Bremervörde zu ermöglichen.

Die Präsentation steht noch bis zum 02. Januar 2017 im Bachmann-Museum Bremervörde, anschließend wird sie vom 04.-17. Januar 2017 in den Schaufenstern von Mode Steffen in Bremervörde zu sehen sein, ehe sie in der Schule Geestequelle in Oerel ausgestellt wird.

——————————————————————————————————————————————-

restaurierungsprojekt-kopie-2

Hamburger Restaurator arbeitet an Möbeln mit Geschichte

In den vergangenen Wochen hat sich in der Möbelsammlung des Bachmann-Museums Bremervörde viel getan. Der Diplom-Restaurator Sven Gödeke und sein Mitarbeiter William Adam aus Hamburg haben sich intensiv mit 10 großen Objekten der Museumsammlung beschäftigt.

Aus Platznot lagen die Möbel seit vielen Jahren auseinandergebaut in Regalen im Museumsdepot. Durch den Umbau einer Rollregalanlage konnte in diesem Jahr der Platz geschaffen werden, um die Möbel nun wieder in ihrer vollen Größe aufzubauen. „Für mich sind dies spannende Momente, denn ich lerne gerade wieder einmal Objekte aus unseren Sammlungen ganz neu kennen“, freut sich die wissenschaftliche Mitarbeiterin Meike Mittmann, die das Projekt betreut. Die großzügige Förderung durch den Landschaftsverband Stade hat die Tätigkeit von Sven Gödeke, einem studierten Restaurator und Spezialisten für alte Möbel, überhaupt erst möglich gemacht. Bereits seit 1991 gibt es das Förderprogramm „Bewahren von Museumsbeständen“ des Landschaftsverbandes Stade mit Mitteln des Landes Niedersachsen, durch das Museen beim Erhalt ihrer Bestände unterstützt werden.

Die in diesem Jahr bearbeiteten Möbel stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und haben eine besondere Bedeutung für das Museum. Das größte Objekt ist ein etwa 2,20 Meter hoher Kleiderschrank aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bevor die leicht verbogenen Einzelteile vorsichtig wieder zusammengefügt werden konnten, überprüfte Herr Gödeke jedes Teil, reinigte es und leimte gelöste Furniere. Alle Arbeiten erfolgten in enger Absprache mit Meike Mittmann, denn für das Museum können Gebrauchsspuren und  Beschädigungen wichtige Bestandteile des Objektes und seiner Geschichte sein. „Weniger ist mehr“, beschreibt Sven Gödeke daher auch seine Arbeit, „ je weniger ich als Restaurator eingreife oder verändere, desto authentischer und unverfälschter bleibt das Objekt“.

So fallen auch nach der Beendigung der Arbeit von Sven Gödeke an dem imposanten Schrank schon beim ersten Hinsehen einige Schäden an den Schranktüren auf, außerdem ein zerstörtes Türschloss und Absplitterungen am Türanschlag. Diese Beschädigungen stammen aus dem Jahr 1945. Damals stand der Schrank in Bremervörde im Wohnhaus der Familie Bachmann in der Wesermünder Straße. Dort befand sich auch das von dem Gründer der Museumssammlung, dem Heimatforscher August Bachmann, geführte private Museum. In den letzten Kriegsmonaten 1945 explodierte eine Granate im Eingangsbereich des Hauses und Granatsplitter schlugen in die Schranktüren ein. Außerdem verschafften sich Plünderer in dieser Zeit Zugang zum Haus und brachen dabei das Schloss des Schrankes auf – obwohl der gar nicht abgeschlossen war.

Mit diesen Spuren der Geschichte ist der Schrank für das Bachmann-Museum nicht nur ein eindrucksvolles Objekt der Wohnkultur des 18. Jahrhunderts, sondern auch ein Zeugnis für die Geschichte Bremervördes in den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945. Der Schrank wird jetzt, zusammen mit den anderen wieder zusammengesetzten Möbeln, neu fotografisch dokumentiert. Das Museumteam hofft, ihn oder eines der anderen Möbelstücke demnächst in einer neuen Dauerausstellung zeigen zu können.

——————————————————————————————————————————————-

IMG_1203Große Resonanz auf Verlosung des Bachmann-Museums

Matthias Böttjer zieht 20 Gewinne für Schulklassen des Landkreises

Am 18. April haben das Bachmann-Museum Bremervörde und Matthias Böttjer von EDEKA Böttjer Bremervörde 20 Schulklassen des Landkreises Rotenburg (Wümme) ausgelost, die einen spannenden Vormittag in der Steinzeit gewinnen. Mit dem Projekt, das von der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde und EDEKA Kaufmann Matthias Böttjer gefördert wird, feiert das Museum den diesjährigen Neustart in seinem Steinzeitlager.

80 Schulklassen aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) haben sich, zum Teil mit viel Kreativität und Engagement, beworben um die kostenlose Teilnahme an einem von drei neuen Programmen im Steinzeitlager zu gewinnen. Die 20 Gewinner-Klassen, die unter anderem aus Rotenburg, Zeven, Selsingen, Scheeßel und Bremervörde kommen, können sich noch in diesem Jahr auf einen Vormittag zum Thema „Kochen in der Steinzeit“ freuen. Matthias Böttjer: „Natürlich beteiligen wir uns gerne an einem Projekt, das vielen Kindern im Landkreis die Gelegenheit gibt, etwas über die Steinzeit zu lernen. Dafür stellen wir die Lebensmittel zur Verfügung, mit denen im Steinzeitlager gekocht wird.“

Herr Reinhard Brünjes, der Vorsitzende des Kuratoriums des Bachmann-Museums Bremervörde überwachte die Verlosung. „Wir vom Museum freuen uns natürlich sehr über diese überwältigende Resonanz aus den Schulen. Schon vor Saisonstart ist das neue Steinzeitlager ein Erfolg.“ Denn neben den Gewinnern aus der Verlosung haben bereits über 30 Schulklassen Termine für dieses Jahr im Steinzeitlager gebucht. Auch Herr Mathias Schröder, Geschäftsführer der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde ist überzeugt: „Das große Interesse am Steinzeitlager bestätigt die Arbeit des Museums und unseren Ansatz, mit der Förderung das Museum noch stärker als zentralen Bildungsort des Landkreises zu etablieren.“

Die neuen Programme zu den Themen „Kochen in der Steinzeit“, „Werkzeuge und Jagdwaffen“ und „Fischfang in der Steinzeit“ stellen die Verbindung zwischen den steinzeitlichen Objekten der Dauerausstellung und praktischen Erfahrungen im Steinzeitlager mit authentischen Repliken dar. Für Schulen wurden sie von Anfang an auch lehrplanorientiert und inklusionsgeeignet entwickelt. Natürlich können die Programme nicht nur von Schulen sondern von allen Gruppen ab Grundschulalter in der Zeit von April bis Anfang Oktober regulär gebucht werden. Mitarbeiter des Museums stehen Interessenten unter der 04761 – 983 4606 gerne für Fragen und Terminabsprachen zur Verfügung.

——————————————————————————————————————————————-

IMG_5537 - KopieStartschuss für das neue Steinzeitlager ist gefallen

In diesem Jahr ist das bekannte museumspädagogische Angebot des Bachmann-Museums Bremervörde zum Leben in der Mittelsteinzeit in einem Projekt mit zahlreichen Experten erneuert und ausgebaut worden. Am Sonntag, den 18. Oktober hat das Projektteam an einem kostenlosen Aktionstag die Ergebnisse vorgestellt.

Bereits seit 10 Jahren ist die Steinzeit wichtiger Teil des Vermittlungsangebotes für Gruppen, das sich besonders an Schulklassen richtet. Außergewöhnlich ist dabei nicht nur der Schwerpunkt auf die Mittelsteinzeit, der in der Sammlung des Museums begründet ist, sondern auch das idyllische Gelände am Auesee. Direkt neben dem Museum gelegen, bietet es eine authentische Kulisse für die Angebote. Diese wurden auf den neusten Stand der Wissenschaft und Didaktik gebracht. Auch die Materialien konnten durch hochwertige Repliken und ein handgenähtes Lederzelt ergänzt werden.

Museumsleiterin Ellen Horstrup erläutert: „Zahlreiche Menschen sind für das Projekt zusammengekommen, das nur Dank der Förderung durch die Stiftung der Sparkasse-Rotenburg-Bremervörde und des Landschaftsverbandes Stade mit Mitteln des Landes Niedersachsen möglich ist. Mit Harm Paulsen konnten wir einen Begründer der Experimentalarchäologie und Träger des Deutschen Archäologiepreises gewinnen. Der Wildnispädagoge Stefan Brocke hat mit der inklusiven Klasse 5a der Hauptschule Bremervörde unsere Konzeptansätze ausprobiert. Deren Lehrerin Katja Bülters erstellt das begleitende Lehrermaterial für die Angebote. Darüber hinaus haben wir Materialien und Expertisen von dem Flintsteinschläger Stefan Schlossbauer, der Weidenflechterin Claudia Reuter und dem Zunderpilz-Experten Paul Krächter erhalten.“

„Gerne begleiten wir das Bachmann-Museum bei dem Projekt, da uns das Konzept sehr überzeugt hat und die Angebote eine Grundlage des Vermittlungsangebotes an diesem Museum sind.“ beschreibt Reinhard Krüger von der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde seinen Eindruck. Dr. Hans-Eckhard Dannenberg vom Landschaftsverband Stade ergänzt: „Ein Angebot mit diesem Alleinstellungsmerkmal gibt es landkreisweit nicht noch einmal. Der Landschaftsverband freut sich, die Neugestaltung unterstützen zu können.“

Projektleiterin und Museumspädagogin Katja Tiltmann umschreibt die neuen Konzepte: „Mit Hilfe von Harm Paulsen und Stefan Brocke haben wir die Experimentalarchäologie eng in drei neue Programme eingebunden. Die Besucher tauchen in die Mittelsteinzeit ein und erleben hautnah über welche technischen Fertigkeiten unsere Vorfahren verfügt haben. Dabei kann eine mittelsteinzeitliche Mahlzeit zubereitet werden, die verschiedenen Arten Feuer zu machen ausprobiert und der Harpunenwurf getestet werden. Werkzeuge aller Art und verschiedene Techniken zum Fischfang kommen zum Einsatz und alles wird von den Teilnehmern angefasst, probiert und ausprobiert.“

Nachdem die Konzeptphase abgeschlossen ist, erstellt das Projektteam umfassendes Informationsmaterial, das noch in diesem Jahr an alle Schulen und Kultureinrichtungen geschickt wird. Die Angebote sind vom Grundschul- bis zum Erwachsenenalter geeignet und können von Schulklassen, Vereinen, Kindergeburtstagen und Feriengruppen gebucht werden. Alle Programme sind für Inklusionsgruppen geeignet.

——————————————————————————————————————————————-

Bachmann-Museum Bremervörde erhält das Museumsgütesiegel für seine beeindruckende Leistung

Am 14. Januar zeichnete die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić zusammen mit der Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Dr. Sabine Schormann, und dem Vorsitzenden des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, Dr. Friedrich Scheele, in einer Feierstunde in Hannover das Bachmann-Museum Bremervörde und 14 weitere Museen mit dem Museumsgütesiegel 2015-21 aus.

Museumsregistrierung fuer Niedersachsen und Bremen 2015

Das Gütesiegel wird Museen in Niedersachsen und Bremen verliehen, die erfolgreich die Qualität ihrer Arbeit unter Beweis gestellt haben. Anlässlich des Festaktes in Hannover bezeichnete Ministerin Heinen-Kljajić das Museumsgütesiegel als ein bewährtes Instrument des modernen Qualitätsmanagements, das auch für andere Bundesländer vorbildlich sei. Über den Erfolg der Bewerbung entschied eine unabhängige Kommission aus Museumsfachleuten. In ihrer Begründung für die Verleihung des Gütesiegels an das Bachmann-Museum Bremervörde hob die Kommission besonders die „beeindruckende Leistung eines engagierten Teams“ hervor und die „überzeugende konzeptionelle Darstellung der geplanten Erneuerung des Museums“. Die Kommission mahnte aber auch an, dass jetzt weitere Investitionen erforderlich seien. Sowohl die Dauerausstellung als auch die Depotsituation müssen auf der Basis der vorliegenden Konzepte in den kommenden Jahren weiter entwickelt werden.

Gruppenbild_Gütesiegel

„Dass unsere Konzepte überzeugt haben, freut mich besonders“, kommentiert Museumsleiterin Ellen Horstrup die Beurteilung der Experten, „denn wir haben sehr intensiv über die zukünftige Nutzung des Museumsgebäude, über die Verbesserung der Depotsituation sowie über eine neue Dauerausstellung nachgedacht. Nun startet das Museumsteam motiviert in das Jahr 2015, in dem die entscheidenden Weichen für die Umsetzung der Konzepte und damit für die Weiterentwicklung des Museums gestellt werden müssen.“

Das Museumsgütesiegel gilt für sieben Jahre. Danach wird sich das Bachmann-Museum Bremervörde neu um diese Auszeichnung bewerben. Als Voraussetzung für einen neuen Antrag müssen die von der Kommission erkannten Erfordernisse erfüllt worden sein.

Bereits im September 2013 begann für das Bachmann-Museum das Bewerbungsverfahren für das Museumsgütesiegel, in dessen Verlauf das Museum mehrfach von Experten aus den verschiedenen Bereichen musealer Tätigkeit besucht wurde. In der mehr als 12-monatigen Bewerbungsphase entstanden auch die sechs umfangreichen Konzepte, die als Basis für die Bewerbung beim Museumsverband eingereicht wurden. Schon im Jahr 2011 hat sich das Bachmann-Museum um die Zertifizierung beworben und konnte mit der sogenannten „Vorläufigen Registrierung“ eine gute Ausgangslage für die diesjährige Auszeichnung schaffen. In den Jahren 2012 und 2013 formierte sich dann das heutige Museumsteam, dessen Arbeit die Kommission so beeindruckte.

————————————————————————————————————————————————————

Fördergelder für die Sanierung des Bachmann-Museums Bremervörde

Gute Nachrichten erreichten den Landkreis Rotenburg (Wümme) und das Bachmann-Museum zum Start in die zweite Novemberwoche. Die beantragten Fördergelder für die Sanierung der Grundmauern des denkmalgeschützten Museumsgebäudes sind bewilligt.

IMG_7022 - KopieDie Zuwendung stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IV des Staatsministers für Kultur und Medien. Mit den bewilligten Geldern können die Ursachen für die Feuchteschäden, die im Erdgeschoss des über 400 Jahre alten denkmalgeschützten Museumsgebäudes durch die aus dem Erdreich aufsteigende Nässe entstehen, behoben werden. Insgesamt stehen nun 150.000 Euro Fördergelder zur Verfügung, die der Landkreis Rotenburg (Wümme) mit 200.000 Euro gegenfinanziert.

„Durch die Förderung wird es möglich, das Bachmann-Museum nicht nur partiell, sondern umfassend in seiner Bausubstanz zu sanieren“, freut sich Christina Bonke, Leiterin des Gebäudemanagements beim Landkreis.

Bei einem Besuch im Bachmann-Museum Bremervörde hatte der damalige Kulturstaatsminister Neumann diese Unterstützung zugesagt, wenn das Museum und der Landkreis als Eigentümer des Gebäudes einen entsprechenden Antrag schnell einreichen würden. Dieser Antrag wurde erst vor kurzem vom Qualitätszirkel des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege positiv bewertet. Der Zuwendungsbescheid ist nun der Startschuss für die Umsetzung der Maßnahme.

„Die Sanierung im Erdgeschoss ist die wichtigste Voraussetzung, um das Gebäude langfristig weiter als Museum nutzen zu können“, macht Museumsleiterin Ellen Horstrup die Bedeutung der Zuwendung für das Museum deutlich. Wann und wie die Baumaßnahmen umgesetzt werden, werden die Gespräche und Planungen der kommenden Wochen ergeben. Das Team des Bachmann-Museums plant aber auch im kommenden Jahr ein abwechslungsreiches Programm für die Museumsbesucher.